Alles was bleibt.

Wie Sand zwischen unseren Fingern,
wenn wir raus kommen,
raus aus unseren Zimmern,
diesen gottverdammten Zwingern,
weg von all den Spinnern, rein ins Leben.

Bereit alles zu geben,
nach Großem zu Streben,
abzuheben,
und über den Dingen zu schweben.

Sich Tag für Tag hingeben,
es recht zu machen für jeden,
mit der eigenen Leistung angeben,
sich nicht selbst zu pflegen,
und am Ende des Tages schönreden,
was man eigentlich nicht will.

Die Kostbarkeit nicht zu verkennen,
die wir oft nicht erkennen,
alles falsch voneinander trennen,
und verschwenden, was am Ende übrig bleibt.

Dann rinnt sie, dann rennt sie.
Auf und davon.

Was ist passiert?
Ich bin nicht bereit,
will eine neue Gelegenheit,
Freiheit,
Glückseeligkeit,
eine andere Vergangenheit!

Aber am Ende,
und es tut mir leid,
ist das was bleibt
leider nicht mehr unsere Zeit.


Leonie Hermann, 2022

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